Analytical Reviews

Forexmart's analytical reviews provide up-to-date technical information about the financial market. These reports range from stock trends, to financial forecasts, to global economy reports, and political news that impact the market.

Disclaimer:  Information provided here to retail and professional clients does not contain and should not be construed as containing investment advice or an investment recommendation or an offer or solicitation to engage in any transaction or strategy in financial instruments. Past performance is not a guarantee or prediction of future performance.

Auf welches Signal wartet Gold?
07:26 2026-10-06 UTC+00

Gold bleibt über 4.120, obwohl dieses Niveau in letzter Zeit bereits mehrfach getestet wurde. Silver hält sich in der Nähe von 61,05 $, platinum ist leicht zurückgefallen und palladium ist leicht gestiegen. Allerdings wird das Metall weiterhin unter zwei wichtigen gleitenden Durchschnittswerten im mittelfristigen Bereich gehandelt, und Käufer haben bislang noch keinen Anlass gefunden zurückzukehren.

Der Hauptdruck kommt vom Devisenmarkt. Der Dollar näherte sich am Montag seinem Jahreshoch, und der DXY verharrte nach vier aufeinanderfolgenden Gewinnwochen in dessen Nähe. Auslöser war die Schwäche des Euro nach dem Ausverkauf französischer Anleihen, wodurch Händler nun auf Anzeichen einer Ansteckung in anderen Teilen der Region achten. Ein starker Dollar belastet in der Regel in Dollar notierte Rohstoffe, und Gold ist da keine Ausnahme. Wichtig ist, dass die Safe-Haven-Ströme in den Dollar fließen und nicht in das Metall: In früheren Krisen zog Gold diese Zuflüsse an, doch diesmal ist die US-Währung der Gewinner.

Der zweite Faktor sind die Renditen. US-Staatsanleihen gerieten erneut unter Druck und die langfristigen Renditen erreichten den höchsten Stand seit 24 Jahren. Gold wirft keine Zinsen ab, daher erhöht ein Anstieg der Renditen seine Opportunitätskosten – der unangenehmste Übertragungskanal für das Metall. Der ISM-Services-Report schürte zudem die Inflationssorgen: Die Kosten im US-Dienstleistungssektor stiegen so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr.

Die Erwartungen an die Federal-Reserve-Zinsschritte haben sich kaum verändert. Offizielle Vertreter signalisieren, dass ein unmittelbarer Schritt nach oben unwahrscheinlich ist, und der Markt preist für die Oktober-Sitzung eine Chance von grob eins zu vier ein. Am Vorabend des Berichts lag die Wahrscheinlichkeit näher bei 20 %, sie ist also eher gestiegen als gefallen. Für Gold bedeutet dies, dass selbst bei moderaten Tönen der Fed die Erleichterung auf sich warten lassen wird. Die am Mittwoch anstehenden Protokolle der September-Sitzung – bei der die Fed die Zinsen erstmals seit drei Jahren angehoben hat – dürften zeigen, wie groß die Meinungsunterschiede im Ausschuss sind.

Das Umfeld bleibt belastend. Gold verlor im September über 6 % aufgrund der Angst vor energiegetriebener Inflation, steigenden Zinserwartungen und der Dollarstärke. Seit dem Wiederaufflammen des US–Iran-Konflikts Ende Februar hat das Metall über ein Fünftel seines Wertes eingebüßt. Dennoch bleiben die Jahresendprognosen hoch – Goldman Sachs bei 4.900 und Citigroup bei 4.800. Damit diese Szenarien eintreten, bräuchte es niedrigere Renditen und einen schwächeren Dollar, und bislang ist beides nicht in Sicht.

Meine Einschätzung: In den nächsten Sitzungen überwiegt tendenziell der Abwärtsdruck, und jede Gegenbewegung dürfte nur von kurzer Dauer sein, solange Dollar und Renditen hoch bleiben. Sollten die Protokolle einen eher restriktiven Ton anschlagen und der Euro wegen der Lage in Frankreich weiter nachgeben, wird Gold voraussichtlich die Tiefs von Juli bei rund 4.000 testen. Für eine nachhaltige Trendwende wären „dovishe“ Protokolle, fallende Renditen und ein anhaltender Rückgang des Ölpreises nötig – eine Kombination, die derzeit nicht gegeben ist. Daher rechne ich mit anhaltendem Druck auf das Metall.

Technisch gesehen müssen Käufer den Bereich um 4.124 verteidigen und den Widerstand bei 4.186 zurückerobern. Dadurch würde sich ein Weg in Richtung 4.249 eröffnen; oberhalb dieses Niveaus wird ein Ausbruch jedoch schwierig, wobei das äußerste Kursziel bei 4.304 liegt. Auf der Unterseite werden die Bären versuchen, sich die 4.124 zu sichern. Gelingt ihnen das, würde ein Ausbruch aus der Spanne die Long-Positionen der Bullen deutlich beschädigen und Gold in Richtung 4.062 drücken, mit der Aussicht, 4.047 zu erreichen.

hinterlassen

ForexMart is authorized and regulated in various jurisdictions.

(Reg No.23071, IBC 2015) with a registered office at First Floor, SVG Teachers Co-operative Credit Union Limited Uptown Building, Corner of James and Middle Street, Kingstown, Saint Vincent and the Grenadines

Restricted Regions: the United States of America, North Korea, Sudan, Syria and some other regions.


aWS
© 2015-2026 Tradomart SV Ltd.
Top Top
Risk Warning:
Foreign exchange is highly speculative and complex in nature, and may not be suitable for all investors. Forex trading may result in a substantial gain or loss. Therefore, it is not advisable to invest money you cannot afford to lose. Before using the services offered by ForexMart, please acknowledge the risks associated with forex trading. Seek independent financial advice if necessary. Please note that neither past performance nor forecasts are reliable indicators of future results.
Foreign exchange is highly speculative and complex in nature, and may not be suitable for all investors. Forex trading may result in a substantial gain or loss. Therefore, it is not advisable to invest money you cannot afford to lose. Before using the services offered by ForexMart, please acknowledge the risks associated with forex trading. Seek independent financial advice if necessary. Please note that neither past performance nor forecasts are reliable indicators of future results.