Handelsanalyse und Trading-Empfehlungen für den japanischen Yen
Aufgrund der geringen Marktvolatilität wurden die von mir identifizierten Niveaus nicht getestet, sodass ich keine Trades eingegangen bin.
Der jüngste kräftige Anstieg des Yen ist vorerst beendet, hat aber den Carry Trade wieder in den Mittelpunkt gerückt. Die Frage ist nun, ob ein großangelegtes Abwickeln dieser Strategie die künftige Entwicklung von USD/JPY spürbar beeinflussen könnte. Die Mechanik dahinter ist einfach: Über Jahre hinweg haben Investoren sich durch Kredite in Yen zu den extrem niedrigen japanischen Zinsen günstig finanziert und die Mittel in höher rentierliche Anlagen investiert. Solange der Yen schwächer wurde, brachte diese Strategie einen doppelten Vorteil, doch mit der Aufwertung der Währung drehte sie ins Minus, weil die Rückzahlung der Schulden teurer wurde. Eine beschleunigte Auflösung dieser Positionen zwingt Fonds dazu, Anlagen zu verkaufen und die Erlöse in Yen zurückzutauschen, was der japanischen Währung zusätzlichen Auftrieb geben würde. Außerdem ist zu beachten, dass die Bank of Japan ihre Sitzung am 18. September abhält, Swaps preisen bereits vollständig eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein, und ein Mitglied des Rats hat bereits angedeutet, dass ein ungewöhnlich großer Schritt nicht ausgeschlossen werden kann. Bestätigt die Zentralbank einen restriktiven Kurs, dürfte der Yen seine Aufwertung fortsetzen.
Auch der heutige US-Inflationsbericht könnte für Volatilität in USD/JPY sorgen, wenngleich die Lage hier etwas anders gelagert ist. Ich rechne damit, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) aufgrund höherer Benzin- und Ölpreise anzieht, während die Kernrate gedämpfter bleiben dürfte. Zudem werden die Daten der University of Michigan zu Verbraucherstimmung und Inflationserwartungen veröffentlicht. Unter normalen Umständen würden eine höhere Inflation und steigende Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Fed das Währungspaar wegen der unterschiedlichen geldpolitischen Ausrichtung von Fed und Bank of Japan nach oben treiben. Meiner Einschätzung nach könnte ein hoher CPI-Wert zwar eine rasche, aber begrenzte Aufwärtsbewegung in USD/JPY auslösen, die jedoch rasch an die Grenze möglicher neuer Interventionen der japanischen Behörden stoßen würde. Schwächere Inflationsdaten hingegen würden den Druck auf den US-Dollar verstärken und das Paar nach unten treiben.
Für die Intraday-Strategie konzentriere ich mich in erster Linie auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, USD/JPY zu kaufen, wenn der Einstiegskurs etwa 154,25 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel im Bereich von 155,06 (die dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 155,06 werde ich die Long-Position schließen und unmittelbar eine Short-Position in die Gegenrichtung eröffnen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung in die entgegengesetzte Richtung von diesem Niveau aus. Das Währungspaar könnte heute steigen, aber das Aufwärtspotenzial ist relativ begrenzt. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dieser nach oben zu lösen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute ebenfalls, USD/JPY zu kaufen, falls der Kurs die Marke von 153,90 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung der Gegenmarken bei 154,25 und 155,06 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, USD/JPY zu verkaufen, nachdem das Niveau von 153,90 (die rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das zentrale Kursziel für Verkäufer liegt bei 153,10, wo ich die Short-Position schließen und sofort eine Long-Position in die Gegenrichtung eröffnen werde, mit einem Ziel von 20–25 Punkten Bewegung in die entgegengesetzte Richtung von diesem Niveau aus. Das Währungspaar wird heute erneut unter Druck geraten, falls die Zentralbank interveniert. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dieser nach unten zu lösen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute ebenfalls, USD/JPY zu verkaufen, falls der Kurs die Marke von 154,25 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung der Gegenmarken bei 153,90 und 153,10 ist dann zu erwarten.

Was das Chart zeigt:
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während der Veröffentlichung von Nachrichten zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontan getroffene Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine von vornherein zum Scheitern verurteilte Strategie.
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