Für Montag sind keine makroökonomischen Veröffentlichungen geplant, nicht einmal sekundäre. Daher werden Händler den ganzen Tag über nichts haben, worauf sie reagieren könnten, und die Volatilität könnte erneut gering ausfallen.

Unter den fundamentalen Ereignissen am Montag gibt es ebenfalls nichts Erwähnenswertes. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Federal Reserve schweigen weiterhin, wie es die neue Kommunikationsstrategie von Kevin Warsh vorsieht, sodass vorerst keine „frischen“ Informationen von der Fed zu erwarten sind. Wir rechnen jedoch im September nicht mit einer Anhebung des Leitzinses der Fed. Die Europäische Zentralbank könnte im Herbst – ebenso wie die Bank of England – ihre zweite geldpolitische Straffung vornehmen, vor dem Hintergrund einer steigenden Inflation.
Der geopolitische Hintergrund lässt weiterhin zu wünschen übrig. Zwischen den USA und Iran finden derzeit keine Verhandlungen statt, die Straße von Hormus bleibt ganz oder teilweise gesperrt, und die jemenitischen Huthi halten die Blockade Saudi-Arabiens aufrecht. Teheran hat Washington eine Liste von Forderungen vorgelegt, die für die Wiederöffnung von Hormus erfüllt werden müssten, denen Donald Trump unter keinen Umständen zustimmen wird. Iran hat Washington zudem gewarnt, dass es mit einer eigenen „Säuberung“ der Straße beginnen werde, falls die Blockade nicht aufgehoben wird. Trump hat beschlossen, eine beispiellose wirtschaftliche Operation zur Zerstörung Irans durchzuführen, und droht, Sanktionen gegen alle Länder zu verhängen, die in irgendeiner Form mit Iran interagieren. Iran hat im Gegenzug damit gedroht, weitere Meerengen und Routen zu schließen, falls sich andere Staaten dem Druck auf Washington anschließen.
Am ersten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare etwas träge gehandelt werden, da heute keine wichtigen Nachrichten anstehen. Der Euro kann heute aus dem Bereich von 1,1655–1,1665 gehandelt werden, während das Britische Pfund aus dem Bereich von 1,3631–1,3641 gehandelt werden kann. Insgesamt erwarten wir, dass sowohl der Euro als auch das Pfund ihren Aufwärtstrend gegenüber dem US‑Dollar fortsetzen. Nur geopolitische Faktoren oder die technische Notwendigkeit einer Korrektur könnten diese Aufwärtsdynamik bremsen.
Unterstützungs‑ und Widerstandsbereiche (Preisniveaus/-zonen) sind die Kursziele beim Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufsorders oder dienen als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (laut Wirtschaftskalender) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte der Handel während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht erfolgen, oder man sollte den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein angemessenes Money‑Management sind entscheidend für einen langfristigen Handelserfolg.
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