Analytical Reviews

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XAU/USD – Preisanalyse und Prognose: Gold bleibt den dritten Tag in Folge unter Druck
06:21 2026-05-28 UTC--4

Gold (XAU/USD) steht vor der Eröffnung der europäischen Sitzung weiterhin unter deutlich Druck auf der Verkaufsseite und notiert derzeit nur knapp über dem am frühen Donnerstag verzeichneten Zwei-Monats-Tief. Gleichzeitig bleibt das Metall anfällig für weitere Rückgänge im Tagesverlauf unter die psychologisch wichtige Marke von 4.400 US‑Dollar, die mit dem technisch bedeutenden 200‑Tage‑Simple Moving Average (SMA) zusammenfällt. Hinzu kommt die erneut aufflammende Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, die die Position des US‑Dollar als sicherer Hafen stärkt.

Gleichzeitig steigen die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der großen globalen Zentralbanken als Reaktion auf den anhaltenden Inflationsdruck weiter an, was einen negativen Hintergrund für Gold schafft.

Laut Reuters erklärte ein US-Beamter, dass die amerikanischen Streitkräfte am Mittwoch zusätzliche Angriffe auf iranisches Territorium durchgeführt haben und dabei eine Einrichtung ins Visier nahmen, die als Bedrohung für US-Militärangehörige und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus eingestuft wurde. Zudem wurde berichtet, dass US-Streitkräfte mehrere iranische Drohnen abgefangen und zerstört haben, die eine ähnliche Bedrohung darstellten. Darüber hinaus zeigte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden mit den aktuellen Bedingungen der Verhandlungen mit dem Iran und betonte, dass es keine Eile gebe, eine Vereinbarung abzuschließen, was die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen diplomatischen Lösung des anhaltenden Konflikts verringert.

Parallel dazu stützen die anhaltenden Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in Bezug auf das Atomprogramm und die Kontrolle über die Straße von Hormus weiterhin die geopolitische Risikoprämie, was wiederum den US-Dollar stärkt und zusätzlichen Druck auf Gold ausübt.

Inzwischen haben die jüngsten Entwicklungen zu einer moderaten Erholung der Ölpreise beigetragen, nachdem diese zuvor auf ein Tiefstniveau von über drei Wochen gefallen waren.

Dies hat die Sorgen über eine durch steigende Energiepreise getriebene Inflation verstärkt und die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen untermauert. Laut dem FedWatch Tool der CME Group schätzen Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve um 25 Basispunkte bis zum Jahresende derzeit auf etwa 50 %, während die Wahrscheinlichkeit eines ähnlichen Schrittes im Januar 2027 bei rund 60 % liegt. Diese Erwartungen werden durch restriktive Kommentare mehrerer FOMC-Mitglieder zusätzlich gestützt, die zu einem weiteren Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen geführt haben. Dieser Faktor unterstützt auch den US‑Dollar und erhöht den Druck auf Gold als nicht verzinslichen Vermögenswert.

Die Marktteilnehmer bleiben auf die anstehenden Veröffentlichungen wichtiger US‑makroökonomischer Indikatoren fokussiert, darunter die vorläufige Schätzung des BIP für das erste Quartal und der Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index. Letzterer gilt bei der Federal Reserve als bevorzugter Inflationsindikator und spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Erwartungen hinsichtlich des künftigen Zinspfads. Entsprechend könnte die Veröffentlichung dieser Daten während der nordamerikanischen Handelssitzung die Nachfrage nach dem US‑Dollar verstärken.

Zugleich werden die weiteren Entwicklungen der geopolitischen Lage die globalen Finanzmärkte weiterhin beeinflussen und die erhöhte Volatilität aufrechterhalten, was sich auf den Goldpreis auswirkt.

Aus technischer Sicht weist das Währungspaar XAU/USD kurzfristig einen bärischen Bias auf, solange es unter dem 200‑Tage‑Gleitenden Durchschnitt notiert. Der Relative Strength Index (RSI) verharrt nahe der Marke von 35 und signalisiert eine schwache Nachfrage. Gleichzeitig befindet sich auch der MACD‑Indikator weiter im negativen Bereich, was auf die Dominanz des Abwärtsmomentums hinweist.

Der Preis bereitet sich darauf vor, die Unterstützung im Bereich von 4.350 $ zu testen und damit erneut den Durchbruch unter den wichtigen 200‑Tage‑Gleitenden Durchschnitt zu bestätigen. Eine nachhaltige Konsolidierung unterhalb dieses Niveaus würde den Weg für tiefere Verluste eröffnen.

Auf der anderen Seite dürften Erholungsversuche auf Widerstand in der Nähe der Marke von 4.450 $ treffen. Ein Ausbruch über dieses Niveau würde dem Preis ermöglichen, den 20‑Tage‑SMA um 4.580 $ zu erreichen, gefolgt vom 50‑Tage‑SMA nahe 4.650 $, der als stärkerer Angebotsbereich fungiert.

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