Analytical Reviews

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Britisches Pfund: Wöchentliche Vorschau
18:52 2026-05-17 UTC--4

Das britische Pfund startet in die neue Woche in einem noch trüberen Zustand als der Euro. Während der Euro etwa 150–160 Punkte eingebüßt hat, ist das Pfund Sterling um 300 Punkte abgestürzt. Es liegt nahe, den anhaltenden politischen Konflikt im Vereinigten Königreich als Verstärker der Schwäche der britischen Währung zu sehen; aus meiner Sicht ist das jedoch eher ein Vorwand. Die aktuelle Krise umfasst weder einen Regierungsrücktritt noch eine Richtungsänderung in der Politik oder Wirtschaft und hat bislang noch keine nennenswerten wirtschaftlichen Folgen. Meiner Ansicht nach sind die Schwächen des Pfunds ausschließlich der Geopolitik zuzuschreiben.

Die Analyse des EUR/USD reicht daher im Grunde aus, um zu verstehen, womit meine Leser in der kommenden Woche rechnen müssen. Allerdings hat das Pfund noch einen „zusätzlichen Faktor“, der bereits eingepreist sein könnte. Am Mittwoch, den 20. Mai, wird der britische Inflationsbericht für April veröffentlicht, und seine Bedeutung könnte die Marktteilnehmer wie auch das Pfund Sterling vor Rätsel stellen. Entgegen der weit verbreiteten Erwartung, dass die Inflation in den meisten Ländern angesichts der Energiekrise und der starken Anstiege bei Öl- und Gaspreisen weiter steigen müsse, könnte die Inflation im Vereinigten Königreich auf ein „Vorkriegsniveau“ zurückgehen. Ökonomen rechnen damit, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise auf 3 % verlangsamt – ein Wert, der bereits im Januar und Februar 2026 verzeichnet wurde. Die Gründe für diese Abschwächung der Inflation sind weniger entscheidend. Ich gehe jedoch davon aus, dass der Markt diesen Faktor bereits in der vergangenen Woche teilweise vorweggenommen hat.

Steigt die Inflation im Vereinigten Königreich nicht weiter an (und diese Schlussfolgerung ließe sich aus den April-Daten ziehen), könnte die Bank of England wieder zu einer stärker unterstützenden Geldpolitik übergehen. Vielleicht noch nicht im Sommer, aber in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 wären ein oder zwei weitere Zinssenkungsrunden der BoE denkbar. Gleichzeitig signalisieren Vertreter der European Central Bank, dass die Zinsen im Euroraum bereits im Juni angehoben werden könnten, und auch die Federal Reserve dürfte bis zum Jahresende voraussichtlich keinen einzigen Lockerungsschritt vollziehen. Das würde bedeuten, dass die Bank of England unter den „Big Three“ die einzige Notenbank wäre, die den Fokus eher auf Lockerung als auf Straffung legt. Das ist ein triftiger Grund für eine nachlassende Nachfrage nach dem britischen Pfund, den der Markt möglicherweise bereits berücksichtigt hat. Inflation, Geopolitik und die Geldpolitik von FOMC und BoE sind überzeugende Argumente, an einer bärischen Haltung festzuhalten. Auch die Wellenzählung signalisiert die Ausbildung eines abwärtsgerichteten Wellenzyklus, der sich zu einer Impulsbewegung entwickeln könnte.

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Wellenbild für EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb eines aufwärtsgerichteten Trendsegments (unteres Bild) und kurzfristig in einer Korrekturstruktur befindet. Das Korrekturmuster a-b-c scheint abgeschlossen zu sein. Demnach könnte Welle 3 in C begonnen haben, mit Kurszielen im Bereich der 1,14. Sollte die aktuelle Wellenzählung korrekt sein, könnte die gesamte Welle C deutlich unterhalb der 1,14 ihr Ende finden. Ein solches Szenario würde jedoch starke geopolitische Unterstützung erfordern.

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Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD ist im Laufe der Zeit klarer geworden. Auf den Charts ist nun eine deutlich erkennbare abgeschlossene Aufwärtsstruktur zu sehen. Daher rechne ich mit der Ausbildung eines abwärtsgerichteten Wellenzyklus, der einen impulsiven Charakter annehmen und sich mit der Impulsstruktur des EUR/USD-Instruments decken könnte. Infolge des bisherigen Rückgangs um 300 Punkte ist zunächst mit einer Korrekturwelle zu rechnen, gefolgt von einem weiteren Rückgang in den Bereich von 1,30–1,31. Ich hatte zuvor bereits auf einen neuen Rückgang des Pfunds hingewiesen, war jedoch von einer Korrektur ausgegangen. Die harte Realität zeigt nun, dass es sich angesichts der Stärke der ersten Welle um eine voll ausgeprägte Impulsstruktur handeln könnte.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und ändern sich häufig.
  2. Wenn unklar ist, was am Markt passiert, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es kann niemals 100%ige Sicherheit in Bezug auf die Marktrichtung geben. Denken Sie daher immer an den Einsatz von schützenden Stop-Loss-Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

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