Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich am Mittwoch ruhig und wartete auf Entwicklungen im Nahen Osten sowie auf das Treffen von Donald Trump mit Xi Jinping, während es weiterhin wichtige makroökonomische Ereignisse ignorierte. Zur Erinnerung: In dieser Woche wurde der wichtigste Bericht veröffentlicht – die Inflationsdaten für die USA. Dieser Bericht wurde gestern durch den Produzentenpreisindex ergänzt. Wie zu erwarten war, verzeichneten beide Indikatoren einen deutlichen Anstieg, wobei der PPI ein Vierjahreshoch erreichte. Und wie reagierte der Markt auf diese beiden Veröffentlichungen? Gar nicht. Es gab keinerlei Marktreaktion. Daher ergibt es wenig Sinn, über die Auswirkungen der hohen Inflation auf die Geldpolitik der Federal Reserve zu sprechen oder darüber zu spekulieren, welche Positionen der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh einnehmen wird. Der Markt ist vollständig auf geopolitische Faktoren fokussiert. Obwohl in den vergangenen 24 Stunden keine neuen geopolitischen Meldungen bekannt wurden, kann sich die Lage im Nahen Osten jederzeit wieder zuspitzen oder aber weiter in Richtung Deeskalation und Waffenstillstand entwickeln. Folglich scheut sich der Markt davor, vorschnelle Schlüsse zu ziehen und Positionen zu eröffnen.

Im 5-Minuten-Chart haben sich am Mittwoch keine Handelssignale gebildet, und die Tagesvolatilität lag insgesamt unter 50 Pips. Am Dienstag hingegen entstanden Verkaufssignale, und angesichts der schwachen Volatilität hätten unerfahrene Trader diese Positionen in den Mittwoch hinein halten können. In diesem Fall hätten mit Short-Positionen einige Dutzend Punkte erzielt werden können.
Im Stunden-Chart besteht der Aufwärtstrend weiterhin, doch der Euro bewegt sich seit mehreren Wochen eher seitwärts als klar auf- oder abwärts. Der Anstieg des US-Dollars ist zum Stillstand gekommen, da der Konflikt im Nahen Osten in einen „ruhigen Modus“ übergegangen ist. Gleichzeitig beeilt sich die europäische Währung jedoch ebenfalls nicht zu steigen, da die Verhandlungen nur sehr schleppend vorankommen, es keine offiziellen Informationen gibt und beide Seiten die Bedingungen der Waffenruhe regelmäßig verletzen.
Am Donnerstag können Einsteiger erwägen, Short-Positionen mit Ziel im Bereich von 1,1655–1,1666 zu eröffnen, sofern der Kurs zuvor vom Bereich 1,1745–1,1754 nach unten abprallt. Long-Positionen kommen in Betracht, wenn sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1745–1,1754 festigt, mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837.
Im 5-Minuten-Chart sollten folgende Marken beachtet werden: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Donnerstag wird Christine Lagarde erneut eine Rede in der Eurozone halten, von der wir nichts Neues erwarten. In den USA wird ein Bericht zum Einzelhandelsumsatz veröffentlicht, der voraussichtlich weitgehend ignoriert werden dürfte.
Kursniveaus (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder als Quelle für Handelssignale fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung das Handeln derzeit zu bevorzugen ist.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung möglichst vorsichtig gehandelt oder der Markt sogar vorübergehend verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
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