Der Test des Kurses bei 1,1780 fiel mit dem Moment zusammen, in dem sich der MACD-Indikator gerade erst von der Nulllinie nach oben zu bewegen begann, was den korrekten Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar jedoch nur um 10 Pips, bevor die Aufwärtsbewegung zum Erliegen kam.
Der heutige Vormittag verspricht zu einem Wendepunkt für die europäischen Finanzmärkte zu werden, denn der Makrokalender ist gut gefüllt. Angesichts der geopolitischen Pattsituation im Nahen Osten wird sich nun die gesamte Aufmerksamkeit auf die Fundamentaldaten richten. Den Prognosen zufolge sollen die wichtigen Daten zum Verbraucherpreisindex in der ersten Tageshälfte veröffentlicht werden, die sich voraussichtlich nicht wesentlich von ihrem vorläufigen Wert unterscheiden werden.
Neben den Inflationsdaten wird ein Bericht des renommierten Forschungsinstituts ZEW erwartet. Darin werden zwei wichtige Indikatoren vorgestellt, die die Erwartungen und die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland widerspiegeln. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen zeigt, wie deutsche Unternehmer die zukünftigen Aussichten der Wirtschaft beurteilen. Von Bedeutung ist auch der ZEW-Index zur aktuellen Lage, da er eine Bewertung des gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland ermöglicht – insbesondere nach den Ereignissen im Nahen Osten und dem starken Anstieg der Energiepreise. Ein Vergleich dieser beiden Indikatoren wird ein umfassenderes Bild darüber vermitteln, in welcher Phase des Konjunkturzyklus sich das Land derzeit befindet.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, Euro zu einem Einstiegskurs um 1,1766 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel bei 1,1795. Bei 1,1795 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und zugleich Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Mit einem Anstieg des Euro ist nur nach guten Daten aus der Eurozone zu rechnen. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Außerdem plane ich heute Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests von 1,1754 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Trendwende nach oben. Es ist ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Marken von 1,1766 und 1,1795 zu erwarten.
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald das Niveau von 1,1754 (rote Linie im Chart) erreicht wird. Das Kursziel liegt bei 1,1726, wo ich aus dem Markt aussteigen und sofort in die Gegenrichtung kaufen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die entgegengesetzte Richtung vom Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar könnte jederzeit heute zurückkehren. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Außerdem plane ich heute Euro zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests von 1,1766 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Trendwende nach unten. Es ist ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Marken von 1,1754 und 1,1726 zu erwarten.

Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen äußerst vorsichtig treffen. Am besten bleibt man vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen außerhalb des Marktes, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreichen Handel ist ein klarer, im Voraus definierter Handelsplan, wie oben beschrieben, unerlässlich. Impulsive Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine Verluststrategie.
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