Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich am Donnerstag weder Fisch noch Fleisch. Eine schwache Abwärtsbewegung innerhalb eines schwachen Aufwärtstrends setzte sich den ganzen Tag über fort. In der Eurozone und in den USA fehlte es an makroökonomischem und fundamentalen Hintergrund, doch der Markt schenkte diesen ohnehin keine Beachtung. Das einzige Ereignis des Tages war eine weitere Rede von Donald Trump, der erneut erklärte, dass er Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur um weitere 10 Tage bis zum 6. April verschieben werde. Nach Angaben des amerikanischen Präsidenten sei diese Bitte von den iranischen Behörden gekommen, vermutlich im Zusammenhang mit laufenden oder bevorstehenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Dollar schwächte sich nach diesen Nachrichten deutlich ab, doch der Markt reagierte diesmal nur sehr kurz auf diese Meldung. Händler sind der ständigen „Fake News“ Trumps, die nicht durch tatsächliche Fakten gestützt werden, überdrüssig geworden. Somit wurde die Eskalation zwar erneut vertagt, doch von einer Deeskalation des Konflikts ist weiterhin nichts zu sehen.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag zwei Kaufsignale gebildet, aber nur eines davon war für Anfänger sinnvoll handelbar. Das zweite Signal entstand zu spät. Gleich zu Beginn der US-Handelssitzung prallte das Währungspaar vom Bereich 1,1527–1,1531 nach oben ab, wodurch der Euro etwa 15 Pips zulegen konnte. Diese Bewegung reichte aus, damit Trader ihren Stop-Loss auf den Breakeven-Niveau nachziehen konnten, woraufhin die Position geschlossen wurde.
Im Stunden-Chart setzt sich die Aufwärtskorrektur weiter fort, allerdings könnte es sich erneut nur um eine gewöhnliche Korrektur handeln. Anfang 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend wieder etabliert, daher rechnen wir weiterhin mit einem neuen mittelfristigen Anstieg des Euro. Das fundamentale Umfeld bleibt für den US-Dollar sehr schwierig; derzeit steht jedoch die Geopolitik im Fokus der Märkte. Gerade dieser Faktor verhindert aktuell die Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends beim Währungspaar.
Am Freitag können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls der Kurs sich unterhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 festsetzt, mit einem Ziel bei 1,1455–1,1474. Ein Abpraller vom Bereich 1,1527–1,1531 eröffnet hingegen die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1584–1,1591.
Im 5-Minuten-Chart sind folgende Marken relevant: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Freitag zählt in den USA vor allem der Index der Verbraucherstimmung der University of Michigan zu den wichtigen Ereignissen; er wird später am Abend veröffentlicht. Wahrscheinlich steht uns ein weiterer Tag mit langweiligen und schwachen Kursbewegungen bevor.
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt ganz gemieden werden, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und eines wirksamen Geldmanagements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.
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